Mit einem Stirnband soll nun die direkte Verbindung von Gehirn und Computer hergestellt werden.

Ein neues Gadget folgt dem anderen. Das Internet der Dinge steht nicht still, schließlich will es mit Daten gefüttert werden. Wir sind es gewohnt, per Tastatur, Maus oder Touchscreen auf die Schnittstellen mit den Apparaten zuzugreifen. Mit einem Stirnband soll nun die direkte Verbindung von Gehirn und Computer hergestellt werden.

Eine technische Verbindung zwischen Gehirn und Computer ist nichts Neues. In der neurologischen Forschung wird seit Jahrzehnten die Gehirnaktivität mittels der Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche gemessen. Die Energie, die in unseren Gehirnen aufgewendet wird, schlägt sich in Frequenzbändern nieder: Elektroenzephalografie, kurz EEG, nennt sich diese Methode.

Die kanadische Neurowissenschafterin und Künstlerin Ariel Garten hat nun ihre  wissenschaftliche Kenntnisse in ein Gadget übertragen, das die Gehirnaktivitäten erkennt und sie für technische Geräten übersetzt. „Muse“ wird das Stirnband genannt, das die Gehirnaktivität misst und via Bluetooth an Smartphone oder Tablet sendet. Der Namen soll dabei Programm sein, dem Hersteller Interaxon geht es um nichts anderes als eine Verbesserung der Gehirnleistung. Ähnlich der Fitness-Software in iPods und Sportschuhen, die bei der Optimierung der körperlichen Leistung helfen soll, überwacht Muse den Status des Gehirns und möchte so beim Abbau von Stress helfen.

In der Praxis sind die Möglichkeiten limitiert. Bei der Arbeit mit einem Textprogramm ändert sich, je nach Erregungszustand im Gehirn, Format und Größe der Schriftgröße. Der Reiz von Muse ist eher in einer Vision zu finden, die eine technische Anbindung des Gehirns an Maschinen und deren Steuerung erlaubt. Wie interessant uns diese Vorstellung erscheint, zeigt auch das Ergebnis der Investitionssuche auf der Crowdfunding Plattform Indiegogo: Mehr als 280.000 US-Dollar sammelte Interaxon ein. Um 199 US-Dollar soll das Stirnband erhältlich sein. Allerdings: Wer bzw. was dann wen kontrolliert, ist die eigentlich interessante Frage.

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