Wenige Tankstellen, hohe Preise, zu wenig technische Entwicklung – das sind einige der wichtigsten Kritikpunkte an den Elektroautos auf dem wichtigen US-Markt. Doch was ist dran an den Vorwürfen?

Erst Anfang Februar hat Reuters einen sehr pessimistischen Artikel über die Zukunft der Elektromobilität veröffentlicht. E-Autos würden Benziner noch lange nicht einholen, heißt es da. Wie glaubwürdig ist diese Einschätzung?
Nicht allzu sehr, wenn man einen Blick auf die tatsächlichen Entwicklungen der Branche wirft.

Da ist einmal das Gratis-Tankstellennetz, betrieben mit Solarstrom, das Tesla in den USA aus dem Boden stampfen will. Andererseits das Auto des Jahres 2012, ebenfalls von Tesla: das rein mit Strom betriebene Modell S. Für den Tesla S gab es viel Lob von Marktbeobachtern und Kunden.
Die Reichweite des Tesla beträgt bei den effizientesten Modellen 265 Meilen – rund 425 Kilometer.

Pionier Prius

Aber ganz generell kommen die Elektroautos inzwischen ins Rollen. Der Toyota Prius gilt als das erfolgreichste und profitabelste Hybridmodell überhaupt. Neuere Modell scheinen aber die Verkaufszahlen seiner ersten Monate zu überrunden. Der Prius hat möglicherweise für die ganze Branche den Vorlauf übernommen.
Mehr Umsatz erwartet

Cadillac, Honda, BMW und Audi profitieren jetzt von der Toyota-Pionierleistung. Pike Research hat einen Bericht veröffentlicht und schätzt, dass der weltweite Umsatz erheblich wachsen und bis 2020 jährlich 3,8 Millionen erreichen wird.

Und: die aktuell niedrigen Preise für fossile Treibstoffe in den USA hemmen die Entwicklung. Niedrige Preise sind aber nicht für die Ewigkeit. Das wissen gerade wir Europäer sehr genau. Tatsächlich klettert die Kurve auch in den USA gerade jetzt wieder steil nach oben, und je teurer der Sprit, desto interessanter die umweltfreundlicheren Alternativen.

Norwegisches E-Auto-Wunder
Ladestationen: Teslas Gratis-Netzwerk
Wie viel darf Strom-Tanken kosten?

Bild: Tesla Motors Inc.

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