Gesundheit und Internet: Google hat einen Schuh entwickelt, der selbständig in Social Media Profilen posten kann. Was das mit Gesundheit zu tun hat? Der Schuh soll Menschen in Bewegung bringen. Analog, nicht nur virtuell.

Bewegungsmangel? Rückenschäden von zu langen Stunden im Büro? Kinder, die immer dicker werden? Sind das nicht Schlagzeilen, die uns inzwischen täglich begegnen? Manchmal regen sie uns zum Nachdenken an, das andere Mal wischen wir sie mit einem “ Das können wir eh nicht ändern“ zur Seite.
Wie wäre es nun mit einem leistbaren Coach, der uns anregt, ja förmlich dazu zwingt, vom Auto mal auf Schusters Rappen umzusteigen? Einem Begleiter, der uns drängt, den Wirtshausgarten mit der Laufstrecke durch die Au zu tauschen oder die smogreiche Stadluft aus- und klare Gebirgsluft einzuatmen?

Gibt es nicht?

Doch!
Dank modernster Computer- und Netzwerktechnologie.

Sprechender Schuh

Google entwickelt im Rahmen des New Arts Projektes „Art, Copy, Code“ den „talking shoe“ – den sprechenden Schuh. Die integrierte Technologie kommentiert die Tätigkeit des Trägers auf süß – ironische Art, animiert dazu, sich zu bewegen und belohnt mit Lob und Anerkennung.
Wer diesen Schuh trägt, kann und will nicht mehr still sitzen.

Angedacht ist es, die Mitteilungen des Schuhs online zu posten, Freunden mitzuteilen, diese mit zu animieren, die sozialen Kreise auch in das Bewegungsprogramm des täglichen Lebens mit einzubeziehen.

Intelligente Objekte des Alltags

Das New Arts Projekt von Google will aber wie immer noch höher hinaus. Ziel ist es, mehr und mehr alltägliche Objekte mit dieser innovativen Technologie auszustatten. Richtig eingesetzt könnten die intelligenten Objekte des Alltags dazu beitragen, einen gesunden Lebensstil auch in einer extrem hochtechnisierten Welt zu bewahren.

Das Projekt um den „talking shoe“ will Social Media mit den Gesundheitsbewegungen verbinden. Automatisierte social comments in den neuen Medien sind nicht mehr vom zusätzlichen Engagement des Nutzers abhängig: er kann seine Freunde allein durch seine Bewegung und seine Handlungen motivieren, sich in realen und virtuellen Kreisen gleichzeitig bewegen. Vielleicht ein echter Ansatz, um das Klischee vom reglos vor den Computerschirm gefesselten Digital Native vom Tisch zu wischen.

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