Watt und Helligkeit. Foto: Andreas Habicher
Watt und Helligkeit. Foto: Andreas Habicher
Seit 1. September gibt es nach dem Aus für die 100-Watt-Birne und die 75-Watt-Birne auch keine 60-Watt-Glühbirnen mehr im Handel. Das Ende der Glühlampe rückt näher, und die neuen Lampen…

Seit 1. September gibt es nach dem Aus für die 100-Watt-Birne und die 75-Watt-Birne auch keine 60-Watt-Glühbirnen mehr im Handel. Das Ende der Glühlampe rückt näher, und die neuen Lampen sind ganz anders. Der Wert „Lumen“ hilft beim Vergleich.

Deutschen Berechnungen zufolge kann der Austausch einer einzigen 60-Watt-Glühbirne durch eine 11-Watt Energiesparlampe über deren gesamte, längere Lebensdauer hinweg bereits 120 Euro in der Stromrechnung einsparen.

Den Glühbirnen trauert so mancher Österreicher trotzdem nach. Nicht wenige haben vor dem Verkaufsstopp einen Vorrat herkömmlicher Glühbirnen gehortet. Der geht allerdings früher oder später zu Ende, und spätestens dann muss man sich mit den neuen Lampen und vor allem den neuen Kennzeichnungen auf den Packungen auseinandersetzen.

Verbrauch und Helligkeit

Die Watt-Anzahl, an der früher die Helligkeit der Lampen abgeschätzt wurde, sagt in Wahrheit ja auch gar nichts über die Helligkeit aus. Benannt nach dem schottischen Erfinder James Watt, bezeichnet sie die Leistung und damit den Energieverbrauch. (Die tatsächlich nutzbare Leistung steht auf einem anderen Blatt: Der Wirkungsgrad einer Glühbirne beträgt nur 2 bis 5 Prozent, der von Energiesparlampen und LEDs bessere, aber ebenfalls noch nicht berauschende 12 Prozent.)

Um verschiedene Technologien miteinander vergleichen zu können, benötigen wir also eine Maßeinheit, die genau das misst, was wir wissen wollen. Auftritt: Lumen.

Lumen

Lumen, kurz lm, bezeichnet die Lichtmenge, die von der Lichtquelle aus in alle Richtungen abgegeben wird. Und das hat mit der Watt-Zahl im Grunde nicht viel zu tun. Beispiel: Eine herkömmliche Glühbirne mit 25 Watt gibt 220 Lumen ab; eine Halogenlampe mit 217 Lumen braucht dafür 18 Watt; eine Energiesparlampe spendet 229 Lumen für fünf Watt und eine LED-Lampe mit 249 Lumen sechs Watt. Kein Wunder also, dass man mit der Watt-Zahl nicht mehr sehr weit kommt.

Mit anderen Worten: Wer den Stromverbrauch abschätzen möchte, achte auf Watt. Wer wissen will, wie hell es im Zimmer wird, konzentriere sich auf Lumen.

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