Ressourcenbewusst wohnen, klimaschonend wohnen, nachhaltig wohnen. Aus China kommt dazu das WFH Haus, ein einfallsreiches Projekt dänischer Designer, das problemlos überallhin transportiert werden kann, und dessen modulare Struktur sehr flexibel an lokale Gegebenheiten anpassbar ist.

Wie kann man bauen und wohnen, ohne dabei die natürlichen Ressourcen über Gebühr zu strapazieren – und ohne dabei Abstriche bei der Lebensqualität machen zu müssen? Die Frage beschäftigt Architekten in aller Welt. In China hat man jetzt für das dänische Architekturhaus arcgency eine spannende Lösung gefunden: das WFH Haus im Auftrag von World FLEX Home aus Dänemark.

Transportfähige Module

Das WFH Haus wurde 2012 in Wuxi in China hergestellt. Jedes einzelne Bauteil ist vorgefertigt. Das Haus kann ganz simpel um die Welt transportiert werden und wie jedes andere Produkt bestellt werden. Dabei kostet all das gar nicht viel, und es werden auch kaum außerordentliche Ressourcen dafür aufgewendet.

Wie das geht? Es ist ein Upcycling-Produkt.

Upcycling

Upcycling bedeutet, dass ein bereits bestehendes, gebrauchtes Produkt, nicht einfach nur wiederverwertet wird – es wird aufgewertet. Es erreicht bei der Wiederverwertung einen zusätzlichen Mehrwert, den es in seinem ersten Produktzyklus noch nicht enthielt. Mit anderen Worten: Upcycling macht Abfallprodukte wertvoller als sie in Gebrauch waren.

Energieeffizient

Beim WFH Haus besteht das Grundgerüst aus Standard-Transportcontainern, genormten Stahlbehältern, die Waren auf Schiffen, in Flugzeugen oder auf Tiefladern rund um den Globus gebracht haben. Die Struktur kann den lokalen Gegebenheiten angepasst werden und besteht doch immer aus denselben Grundbausteinen. Die Bauzeit ist minimal, das Material lange haltbar. Und die Innentemperatur auf den 180 Quadratmetern Wohnraum lässt sich leicht regulieren: das Haus braucht wenig Energie und nutzt diese deutlich effizienter als in Europa gesetzlich vorgeschrieben. 30 Quadratmeter Solarpaneele und eine Wärmepumpe sind fix eingeplant.

Großer Wohnraum

Das Herz des Hauses ist dabei der so genannte „FLEX Space“, ein gut ausgeleuchteter Zentralraum, der Wohnzimmer und Küche vereint und die Öffnung zum Garten hin bildet. Die übrigen Zimmer sind kleinere, privatere Rückzugsräume. Das Layout und das begrünte Dach unterstützen dabei die Dämmwirkung der 35 cm starken Wände: das Ziel heißt Energiesparen.

Bilder: arcgency, Kopenhagen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*