Kost nix, gibt’s nicht? Doch, das gibt’s! – Der Kostnix-Laden im 5. Bezirk in Wien „verschenkt“ Sachen, die andere nicht mehr benötigen. Ob man dafür eine Gegenleistung erbringen will, bleibt…

Kost nix, gibt’s nicht? Doch, das gibt’s! – Der Kostnix-Laden im 5. Bezirk in Wien „verschenkt“ Sachen, die andere nicht mehr benötigen. Ob man dafür eine Gegenleistung erbringen will, bleibt einem selbst überlassen: eine etwas andere Art von Recycling.

Geldlos? Geld los!

Das Prinzip ist einfach und überschaubar: Pro Person dürfen nur bis zu 3 Stücke aus dem Kostnix-Laden mitgenommen werden. Man selbst kann alles dort lassen, was nicht mehr gebraucht wird und in einem guten Zustand ist. Geldspenden sind erbeten, aber natürlich keine Pflicht. Der Kostnix-Laden versteht sich nicht als wohltätiges Sozialprojekt, sondern als eine etwas andere Art, sich untereinander sinnvoll zu unterstützen. Dabei steht Freiwilligkeit im Fokus der Idee und ohne Vertrauen könnte der Laden wohl auch nicht lange überleben, denn wenn alle nur nehmen und nichts geben würden, wären die Regale bald leergeräumt.

Konsum-burn-out!

Die Idee, nicht mehr gebrauchte Gegenstände nicht einfach wegzuwerfen, sondern anderen zur Verfügung zu stellen und im Gegenzug dafür etwas zu erhalten, was man selbst gut gebrauchen kann, gestaltet sich als besonders umweltfreundlich. Konsumgüter zu horten und, obwohl sie sich in einem guten Zustand befinden aus Überdruss wieder zu entsorgen, ist in materialistischen Gesellschaften besonders verbreitet. Das erklärt auch, warum Müll oftmals genaugenommen gar kein Müll ist und warum die Umweltverschmutzung durch übertriebenen Konsum-Wahn immer mehr zunimmt. Sicherlich ist der Gedanke, eigenen Besitz freiwillig fremden Personen zu überlassen, für viele seltsam, selbst wenn sie damit sich selbst und der Umwelt einen Gefallen tun. Der Kostnix-Laden basiert auf einem System, das versucht, dem Massenkonsum ein Schnippchen zu schlagen. Man soll sich auf das besinnen, was man im Leben gerade wirklich braucht.

Umdenken?

Würde es mehrere Einrichtungen dieser Art geben, also flächendeckend (zum Beispiel in ganz Wien), könnte an Recycling von einer ganz anderen Perspektive herangegangen werden. Verschwendung, Überdruss und Umweltverschmutzung könnten dadurch vermindert und der Gemeinschaftssin gefördert werden.

Damit die Anfahrt zum Kostnix- Laden leichter fällt, gibt es hier ein kurzes Video:

Und für alle, die neugierig geworden sind: Hier geht’s zur Homepage des Kostnix-Laden.

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